Berufsaussichten für die Absolventen des Studiengangs Medizinische Informatik

Informatiker mit medizinischer Vorbildung werden mittlerweile für viele Aufgaben gesucht, z.B. bei der Einführung der Elektronischen Gesundheitskarte (dem größten IT-Projekt der Welt!), bei der rechnerbasierten Unterstützung der integrierten Versorgung von medizinischen Kompetenzzentren, in Disease Management Programmen oder bei der vermehrten Einbindung von Medizingeräten. Die Fakultät für Informatik arbeitet unter anderem mit einer Vielzahl von Krankenhäusern (z. B. Universitätsklinikum Mannheim, Universitätsklinikum Heidelberg, Klinikum Ludwigshafen am Rhein), dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg und vielen Unternehmen in der Region (z. B. InterComponentWare, SAP, iSOFT) zusammen, um Lehrveranstaltungen aus dem medizinischen Bereich sowie vielfältige Möglichkeiten für Projektarbeiten, Praxissemester und Bachelorabschlussarbeiten anzubieten.

Schon heute finden viele Absolventen der Mannheimer Informatik-Studiengänge, die den Schwerpunkt Medizinische Informatik gewählt haben, Anstellungen in Firmen und Institutionen, die sich mit Medizinischer Informatik beschäftigen. Die Nachfrage nach Informatikern mit Kenntnissen in Medizinischer Informatik ist wesentlich größer, als es Absolventen mit derartigen Kenntnissen gibt. Diese Tatsache wird durch wöchentliche Nachfragen nach Absolventen und Praktikanten von Unternehmen und sonstigen Einrichtungen der Gesundheitsbranche beim Institut für Medizinische Informatik belegt.

Aus zahlreichen Kontakten mit Absolventen sowie Vertretern der Gesundheitsbranche ist bekannt, dass eine fundierte Grundausbildung in Informatik mit einer Vertiefung in medizinisch ausgerichteten Lehrveranstaltungen äußerst erfolgversprechend für eine Bewerbung im Gesundheitswesen ist. Daher bleibt dem Studiengang ein starker Informatik-Anteil erhalten, der es Absolventen auch ermöglicht, in Informatik-Berufen außerhalb der Medizin-Branche zu arbeiten oder den Master of Science der Fakultät für Informatik zu erwerben. Neben medizinischen Grundlagen werden in den ersten Semestern informatische und naturwissenschaftlich-mathematische Grundlagen vermittelt. Das vierte Semester ist ein Projektsemester, in dem die Studenten den kompletten Software-Entwicklungszyklus von der Anforderungsanalyse bis zur Einführung der Software als kompletten Prozess unter ständiger, intensiver Betreuung an der Hochschule kennen lernen. Nach dem fünften, dem praktischen, Studiensemester erfolgt in den letzten beiden Semestern eine weitere Vertiefung in der medizinischen Informatik.