Fakultät für Informatik

Institut für Medizinische Informatik


Prof. Dr. Paul Schmücker

Paul-Wittsack-Straße 10
68163 Mannheim

Tel.: 0621 / 292-6206
Fax: 0621 / 292 – 662061
Mobil: 0160 / 96772262
eMail: ed.miehnnam-sh@rekceumhcs.p


Kurzvita von Prof. Dr. Paul Schmücker

Prof. Dr. sc. hum. Paul Franz Schmücker wurde zum 01. Mai 2002 von der Hochschule Mannheim in die Fakultät für Informatik als Professor für das Lehrgebiet Medizinische Informatik berufen. Vom 01. September 2004 bis 30. September 2006 war er dort Dekan der Fakultät für Informatik. Seit dem 01. März 2007 leitet er dort das Institut für Medizinische Informatik.

Prof. Schmücker studierte Informatik mit Nebenfach Betriebswirtschaftslehre an der Universität Kiel. Seine anschließende berufliche Tätigkeit in der Medizinischen Informationsverarbeitung umfasst einen Zeitraum von 25 Jahren. Diese begann mit der Mitarbeit in der Forschungsgruppe Membranbiophysik des Physiologischen Instituts der Universität Kiel. Danach arbeitete er am Institut für Medizinische Informatik der Universität Gießen sowie in der Abteilung Medizinische Informatik und im Zentrum für Informationsmanagement des Universitätsklinikums Heidelberg. In Gießen und Heidelberg war er in leitender Funktion mit der Planung und Koordination der Informationsverarbeitung und mit der Durchführung von Projekten im Bereich der Patientenversorgung betraut. Von 1982 bis 2001 war Prof. Schmücker Projektleiter oder Lenkungsausschussvorsitzender von mehr als 25 IT-Projekten in den Universitätsklinika Gießen und Heidelberg. Darüber hinaus übernahm er Aufgaben in Lehre und Forschung.

Im Jahr 1998 erlangte er den akademischen Grad Doctor scientiarum humanarum an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg.

Die Arbeitsschwerpunkte von Prof. Schmücker liegen auf den folgenden Themen:

  • ā€˛Strategisches und taktisches Informationsmanagement im Gesundheitswesen”
  • ā€˛Workflow im Krankenhaus”
  • ā€˛Elektronisches Dokumentenmanagement und digitale Archivierung”
  • ā€˛Elektronische Patientenakte”
  • ā€˛Elektronische Gesundheitsakte”
  • ā€˛Elektronische Gesundheitskarte”
  • ā€˛Gesundheitstelematik und telemedizinische Anwendungen”
  • ā€˛Klinische Arbeitsplatzsysteme”
  • ā€˛Rechtsfragen zur Dokumentation, Kommunikation und Archivierung im Gesundheitswesen”
  • ā€˛Bewertung von Informationssystemen des Gesundheitswesens”

Zu diesen Themen ist er auf zahlreichen Tagungen und Seminaren als Redner vertreten. Außerdem kann er auf über 150 Fachaufsätze in Zeitschriften oder Sammelbänden verweisen. Er ist Veranstalter von über 30 Fachkonferenzen zu elektronischen Dokumentenmanagement- und Archivierungssystemen oder rechnerunterstützten Informationssystemen des Gesundheitswesens.

Im Sommer 2001 hat er die Konsortialführerschaft im Verbundprojekt ā€˛ArchiSig – Beweiskräftige und sichere Langzeitarchivierung digital signierter Dokumente” übernommen, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert wurde. Dieses Projekt wurde im Dezember 2005 mit einer großen Fachkonferenz im BMWi in Berlin abgeschlossen. Schwerpunkte des Verbundprojektes waren die IT-Sicherheit in Informationssystemen und die Beweiskraft digital erzeugter Dokumente bei juristischen Auseinandersetzungen.

Ferner hat er federführend das Gutachten ā€˛SEPA BaWü – die sektorenübergreifende elektronische Patientenakte: Spezifikation für prototypische Anwendungen zur rechnerunterstützten regionalen Informationsversorgung im Gesundheitswesen des Landes Baden-Württemberg” für das Sozialministerium Baden-Württemberg und das Gesundheitsforum Baden-Württemberg erarbeitet.

In den letzten 15 Monaten hat er sich intensiv mit der Integration der Elektronischen Gesundheitskarte in rechnerunterstützte Krankenhausinformationssysteme und somit mit der Anbindung der Krankenhäuser an die Gesundheitstelematikplattform beschäftigt, da an dieser Stelle ein hoher Unterstützungsbedarf bei den Krankenhäusern besteht. Dies betrifft u. a. die Schnittstellen zwischen Krankenhaus und Gesundheitstelematikplattform und die dadurch bedingten Änderungen der rechnerunterstützten Behandlungsprozesse im Krankenhaus.

Neben vielen weiteren Arbeiten hat er auch federführend den Leitfaden für das rechnerunterstützte Dokumentenmanagement und die digitale Archivierung von Patientenunterlagen im Gesundheitswesen erarbeitet. Dieser wird momentan überarbeitet und aktualisiert.

Prof. Schmücker ist seit 1993 Leiter der Arbeitsgruppe ā€˛Archivierung von Krankenunterlagen”, seit 2005 Leiter der Arbeitsgruppe ā€˛Informationssysteme im Gesundheitswesen” und seit 1997 Mitglied im Fachausschuss ā€˛Medizinische Informatik” der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) e.V. sowie Mitglied im Vorstand des Vereins ā€˛Gesundheitsnetz Rhein-Neckar-Dreieck e.V.”. Seit Oktober 2006 ist er stellvertretender Leiter des GMDS-Fachausschusses ā€˛Medizinische Informatik”, im Oktober 2008 übernimmt er die Leitung des Fachausschusses.