Jahresbericht des Instituts für Medizinische Informatik

Tätigkeitsbericht des Institutsleiters Prof. Dr. Paul Schmücker

Zeitraum: 01.09.2008 – 31.08.2009

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Am 01. September 2008 haben Herr Prof. Dr. Markus Gumbel (Lehrgebiet: Medizinische Informationssysteme) und Herr Prof. Dr. Ivo Wolf (Lehrgebiet: Medizinische Bildverarbeitung) ihre Lehr- und Forschungstätigkeit am Institut für Medizinische Informatik der Hochschule Mannheim aufgenommen. Neben Wissenschaftlichen Hilfskräften sind somit nun drei Professoren und ein Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut tätig.

Zusätzlich zur Vertiefungsrichtung „Medizinische Informatik“ in den Informatik-Studiengängen bietet die Hochschule Mannheim seit dem Wintersemester 2007/2008 einen siebensemestrigen Bachelor-Studiengang „Medizinische Informatik“ an. Zum Wintersemester 2007/08 wurden 43 Studierende und zum Wintersemester 2008/09 39 Studierende aufgenommen (Aufnahmequote: 30). Eine Besonderheit des Studiengangs „Medizinische Informatik“ ist der hohe Anteil an Studentinnen. Während der Anteil in den klassischen Informatikstudiengängen an Universitäten und Hochschulen weniger als 10 Prozent beträgt, liegt er dagegen in den Studiengängen „Medizinische Informatik“ teilweise sogar über 50 Prozent. Nach Umfragen entscheiden sich Frauen gerne dann für ein Informatikstudium, wenn ein Schwerpunkt „Medizinische Informatik“ angeboten wird und eine Tätigkeit im medizinischen Umfeld sowie eine Beschäftigung mit der Medizin möglich ist.

 

Schwerpunkt Medizinisches Software-Entwicklungsprojekt
Einen wichtigen Schwerpunkt im Studiengang „Medizinische Informatik“ bildet das im vierten Semester durchgeführte Software-Entwicklungsprojekt, in dem die Studierenden den kompletten Software-Entwicklungszyklus von der Anforderungsanalyse bis zur Produkteinführung aus Sicht eines Projektleiters und Entwicklers kennen lernen. Sie müssen die Aufgaben, welche in der Regel von einem Partner aus der Gesundheitsregion gestellt werden, selbständig in kleinen Gruppen durchführen und dabei konstruktiv mit unklaren bzw. variierenden Anforderungen und Zeitdruck umgehen. Vor allem durch die zielgerichtete Diskussion im Projektteam, die Planung und Verteilung der Aufgaben, die Integration der erreichten Ergebnisse sowie die Präsentation der Ergebnisse in regelmäßigen Reviews wird das Arbeiten in Teams geübt und erlernt. Das erste Medizinische Software-Entwicklungsprojekt wurde im Sommersemester 2009 zum Thema „Transaction Server“ in Zusammenarbeit mit der Firma InterComponentWare (Walldorf/Baden) durchgeführt.

 

 Erfahrungen durch praxisorientierte Projektarbeit
Den konkreten Einblick in das Gesundheitswesen und studienbegleitende Arbeitsmöglichkeiten werden den Studierenden insbesondere von den Krankenhäusern der Metropolregion Rhein-Neckar (z.B. Universitätsklinikum Mannheim, Universitätsklinikum Heidelberg, Klinikum der Stadt Ludwigshafen am Rhein, Diakonissen-Stiftungs- 2 – Krankenhaus Speyer etc.), dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg (DKFZ) und vielen auf das Gesundheitswesen spezialisierten IT-Unternehmen (z. B. InterComponentWare, SAP, iSOFT, SUN) geboten. Eine besonders enge Kooperation besteht mit dem Universitätsklinikum Mannheim und dem neugegründeten Institut für Medizintechnologie der Universität Heidelberg und der Hochschule Mannheim. Somit lässt sich das Lehrangebot des Studiengangs “Medizinische Informatik” entscheidend durch vielfältige hochinteressante und praxisorientierte Möglichkeiten für Projektarbeiten, Praxissemester und Abschlussarbeiten bereichern.

 
19.11.2008 Hagen Stanek (genRob GmbH, Aidlingen): Roblets – Effiziente Realisisierung verteilter Systeme nicht nur in der Robotik.
10.12.2008 Michael Brösdorf (InterSystems GmbH, Darmstad): Effiziente Entwicklung von Integrationsszenarien im Gesundheitswesen.
14.01.2009 Dr. Frank Bröker (SCHUFA Holding GmbH, Wiesbaden): Die Finanzkrise als Chance zur Verbesserung von Informationsmodellen in der Finanzwirtschaft.
29.04.2009 Prof. Dr.-Ing. Richard Lenz (Universität Erlangen, Fakultät für Informatik, Lehrstuhl für Datenbanksysteme): Datenqualität in rechnergestützten Informationssystemen.